Über das RECARE Projekt

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Verfolgen Sie hier unsere aktuellen Wetterdaten

In ganz Europa wird zurzeit beobachtet, dass Böden aufgrund des Klimawandels und zunehmender menschlicher Aktivitäten einer wachsenden Gefährdung ausgesetzt sind. Eine Vielzahl von Prozessen wie Erosion, Verdichtung, Desertifikation, Versiegelung und Verschmutzung bedrohen die Böden und stören ihre natürlichen Funktionen. Zum Erhalt ihrer natürlichen Funktionen und der damit verbundenen Dienstleistungen – z.B. Produktion von Nahrungsmitteln, Speicherung und Reinigung von Wasser oder Bindung von CO2 und Nährstoffen – müssen Böden angemessen genutzt und geschützt werden. Im RECARE Projekt haben sich 27 Institutionen zu einem multidisziplinären Team zusammengeschlossen, um gemeinsam die aktuelle Gefährdung von Böden einzuschätzen und innovative Lösungen zur Prävention weiterer Bodendegradation in Europa zu finden.

Weitere Informationen zum RECARE Projekt finden Sie hier.

 

RECARE Aktivitäten in der Region Frienisberg

Ziel des RECARE Projekt ist es in der Region Frienisberg:

  • den Stand von Bodendegradation und Bodenschutz einzuschätzen.
  • die Identifikation und Entwicklung innovativer Bodenschutzmassnahmen zu unterstützen und die Wirksamkeit dieser Massnahmen hinsichtlich Bodenfunktionen und Ökosystemleistungen sowie Kosten und Nutzen zu beobachten und auszuwerten.
  • Plattformen zur Förderung des Wissensaustausches und gemeinsamen Lernens zwischen verschiedenen Akteuren aus Praxis und Wissenschaft zu schaffen.

Lösungsansätze für eine nachhaltige Bodennutzung können nur dann erfolgreich identifiziert, entwickelt, umgesetzt und evaluiert werden, wenn die vielfältigen Bedürfnisse der verschiedenen Akteure berücksichtigt werden. Deshalb sollen Akteure aus der Praxis (Landwirte, Lohnunternehmer, Bauernverbände, landwirtschaftliche Beratung, Forschung etc.) während der gesamten Projektdauer miteinbezogen werden.

 

Feldversuch 2016 - 2017

Kartoffellegemaschine mit Dyker (Foto: Hanspeter Liniger) 

Während zwei Jahren untersuchen wir den Einfluss von einem Dyker (Lochstern) (siehe Foto) auf Oberflächenabfluss, Bodenerosion und Infiltration auf verschiedenen Kartoffelfeldern in der Region Frienisberg. Um einen Vergleich anstellen zu können werden die Kartoffeln auf demselben Feld abwechselnd mit und ohne Dyker gesetzt. Die mit dem Dyker gemachten Löcher sollen a) das Wasser in den eigenen Reihen für die Bewässerung zurückgehalten, b) Stauwasser und Vernässung in den Senken verhindern und c) Erosion minimieren.

Mit verschiedenen Methoden erheben und sammeln wir Wetterdaten, Boden- und Vegetationsparameter, Erosionsereignisse, Arbeitsaufwand und Ernteertrag um Aussagen zu der Wirksamkeit des Dykers hinsichtlich Bodenfunktionen und Ökosystemleistungen sowie Kosten und Nutzen machen zu können

 

--> Weitere Informationen zu dem Dyker und ersten Resultaten aus dem Jahr 2016.

--> Versuchsanordung für das Jahr 2017 und aktuelle Informationen zu der laufenden Forschungsarbeit.

 

 

Kontakt

Felicitas Bachmann
Universität Bern, Interdisziplinäres Zentrum
für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt
(CDE), Hallerstrasse 10, 3012 Bern

Telefon: 031 631 88 22
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Tatenda Lemann
Universität Bern, Interdisziplinäres Zentrum
für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt
(CDE), Hallerstrasse 10, 3012 Bern

Telefon: 031 631 88 22
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

-> Weitere Informationen zum RECARE Projekt finden Sie hier, im Projektflyer oder im Flyer zur Region Frienisberg.